28
Aug
2006

Die Tasche geht unter

Die Werbung, meine Lieben, ist ein Metier voll von Nieten. Das tragische daran ist, dass sie selber sich als wahnsinnig wichtig empfinden und sich als durchaus fähig sehen, etwas zu leisten. Meist jedoch handelt es sich um Ahnungslose was das Arbeiten angeht. Solch ein ahnungsloses Exemplar begegnete mir in den letzten Wochen in der Agentur am Friedhof. Ihr mögt euch sicherlich noch an den Metrosexuellen erinnern, welcher mit vorliebe zuerste eine halbe Stunde seine Louis Vuitton Messangerbag auspackte bevor er sich dann grosszügig zu deodorisieren pflegte mit einem Spray Deo um anschliessend noch eine Ladung Parfum draufzuknallen.

Dieser besagte Metrosexuelle steht nun kurz vor dem rauswurf in der legendären Agentur am Friedhof. Nicht etwa weil allen das ewige Deo gehabe zuviel wurde. Nein: Vielmehr weil Monsieur das Arbeiten weder erfunden hat noch die Arbeit wirklich such. Ein Ahnungsloser im grossen Meer der Arbeitswelt sozusagen. Schwimmt irgendwo und wäre diese Agentur etwas grösser würde er auch locker weiter schwimmen doch, so siehts übelst aus für ihn.

Man berichtete mir, dass er die erste Abmahnung wohl nicht kapiert hat. Weder Timings noch Rechtschreibung im Griff habe dafür aber in der elektronischen Agenda gross "Staubsaugen von oben bis unten" aufleuchtet wenn er denn seinen Ämtlitag hat.

Ich wusste schon als ich ihn das erstemal sah, mit zusatz Laptop, Che Guevara Shirt und der Körperlotion in der Hand, das er am Friedhof nicht alt werden würde. Einer der wenigen die das schaffen.
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