28
Dez
2005

gelernt

Was lernt man vom Jahr welches zu Ende geht? Kann ich mich überhaupt an alles erinnern. Das mit der Erinnerung ist ja so eine Sache. Bekanntlich erinnert sich der Mensch nie wirklich richtig an etwas zurück.

Wenn ich zurück denke, sehe ich ein gutes Jahr. Ein aufregendes, aufreibendes, schönes, manchmal etwas zu hektisches Jahr bewürzt mit viel Muse, guten Gesprächen, schönen Begegnungen mit alten Freunden die ich lange nicht mehr traf. Dieses Jahr brachte neue Menschen in mein Leben. Neue alte Menschen. Das schöne ist, dass sie mich auch im neuen Jahr begleiten werden. Sei es für ein Projekt oder sei es einfach so als gute Freunde. Gewisse Leute verliessen auch mein Leben. Nicht im Bösen sondern einfach weil die Ansichten, Einstellungen oder die Persönlichkeiten nicht mehr in mein Leben passten. Ich verändere mich immer zu manchmal spürbar, manchmal still.

Im Januar dachte ich, mein Gott!! Muss das jetzt sein! Das Jahr fing grotenschlecht an. So schlecht, dass ich dachte, es würde nie ein Ende finden. Doch ich machte es wie immer, Kopf hoch und durch die Wand. Der Frühling kam und meine Lebensumstände waren wieder normal. Im Sommer traf ich alte Freunde wieder von welchen ich Jahrelang nichts mehr gehört habe. Für diese Begegnungen bin ich sehr dankbar, weil sie mich weiter brachten und ich sie vielleicht auch, wer weiss. Ab August war das Leben perfekt in seiner Form und blieb es bis heute.

Nein, ich gebe nichts auf Jahreshoroskope. Es ist mir egal wie Jupiter zu Pluto steht und ob jetzt der Schütze das vierte Haus der Jungfrau durchstreift. Sicherlich, es mag Phasen geben welche energiegelandener sind als andere. Genauso wie es Zeiten gibt wo einem alles etwas weniger gut von der Hand geht. Doch diese Phasen gehören immer dazu. Was das nächste Jahr bringen mag? Wer weiss....ich hoffe viel gutes. Viel schönes.

Was ich von diesem Jahr gelernt habe ist, dass ich genauso bin wie ich sein will. Das man mich so sein lässt wie ich bin. Ich ruhe im Moment in mir und habe meine sogenannte Mitte gefunden. Ich habe gelernt das einfache zu schätzen, das protzige nicht zu beachten und das schöne zu erkennen.

Sicherlich bin ich kein Esotherik Fan. Ich bin ein Fan vom Leben. Meinem Leben. Weil jeder Tag etwas neues bringt. Seien wir gespannt....

13
Dez
2005

15 Minuten

Egal welchen TV Sender ich einschalte überall grinst mir Robbie Williams entgegen. Was an und für sich nicht schlimm ist. Was jedoch tragisch und schon beinahe peinlich ist, ist die Tatsache das überall Frauen auftauchen welche sich damit brüsten mit Herrn Williams ein paar nette Stunden verbracht haben bzw. ihn ganz tough in die Schranken gewiesen haben.

So auch gestern auf unserem Lokalen Fernsehsender. Da sassen zwei Damen im Alter von 32 und 41 Jahren und erzählten wie toll es doch war Herrn Wililams in der Hotelbar gesehen zu haben und wie es dann kam, dass er die eine auf sein Zimmer holen liess. Stolz erzählte Frau dann wie sie sich mit ihm über Banalitäten unterhielt und am Ende zu Avancen nein danke sagte. Da sass sie mit dem Ausdruck von "ich bin halt eine ganz starke" und grinste den Moderator an welcher offensichtlich diesen Talk nur führte, weil Momentan sonst keine Tragik in der Welt zu diskutieren war. Sie hätte sich ja nicht an die Medien gewandt sondern irgendjemand dem sie von der Story erzählt hätte, hätte wohl das Fernsehen angerufen, welche sie dann um ein Interview baten.

Was sagt und das? Gewisse Leute brauchen diese 15 Minuten im Rampenlicht. Egal wie peinlich es auf andere wirken mag sie können sagen; ich war im Fernsehen!!! 15 Minuten Banalität, 15 Minuten ein möchtegern Promi und 15 Minuten welche so schnell vergessen werden wie 15 Minuten eben vorbei ziehen. Tragisch wirklich. Einen bleibenden Eindruck wird die Frau nicht hinterlassen, leider nein. Zu oft hört man solche Geschichten, zu oft liest man sie und zu oft will man damit in die Medien.

Doch, ich finde es hat Stil zu einem Robbie Williams "Nein" zu sagen. Jedoch hat diese Dame jeden Stil verloren als sie sich an die Medien wandte. Den hier gilt; geniesse und schweige. Egal ob du eine Tasse Tee getrunken hast mit ihm oder ob da mehr lief. Solche Momente behält man für sich; Das ist wahrer Stil!

Unauffindbar

Obwohl wir heute alle rund um die Uhr erreichbar sind, weil jeder (fast jeder) mindestens ein Handy hat, jeder wohl auch Zugang zu Internet und auch das bedienen eines Telefons nicht fremd ist, gibt es Menschen, welche es schaffen unauffindbar, unerreichbar und absolut im Nirgendwo zu sein.

SMS werden nich beantwortet. Gründe gibt es:
Handy kaputt
Prepaid Karte leer
Handy tagelang, was sag ich, wochenlang ausgeschaltet da man im hier und jetzt nicht gestört werden will.
Eine Antwort kriegt man dann vielleicht im Januar oder so und weiss dann nicht mehr auf was die besagte Person überhaupt antwortet, da man schon längst vergessen hat was man anno domini überhaupt schrieb.

Je moderner die Mittel umso komplizierter die Erreichbarkeit? Unlogisch und dennoch eine Tatsache.

5 a.m.

zu dieser Tageszeit war meine Wenigkeit hellwach. How dare...

8
Dez
2005

Die Traurigkeit

Mein Herz fühlt sich so traurig an und ich weiss nicht wieso.
Es mag am Wetter liegen. An diesem Schneeregen vielleicht.
Eine tiefe Melancholie kommt über mich und hüllt mich ein. Es ist nicht schlimm, denn genauso wie sie gekommen ist, wird sie wieder davon ziehen. Jedoch sind solche Abende sehr tief. Sehr traurig.
Ich denke darüber nach, was aus meinem Leben geworden ist. Was ich habe was ich mir wünsche und was um mich herum passiert ist. Vielleicht ist es mein ganz persönlicher Jahresrückblick. Ein Jahr in dem soviel passierte. Wichtiges, unwichtiges, persönliches, alte Freunde tauchten auf und blieben während andere mein Leben verliessen.

Es passiert immer wieder im Leben, dass man an eine Gabelung kommt. Die Frage für welchen Weg man sich entscheidet wird niemals einfach sein.Ich denke aber, dass uns ein bisschen Schicksal immer begleiten wird. Solche Abende sind wichtig. Wichtig für mich. Rückblickend machen Entscheidungen welche ich traf einen Sinn. Andere Dinge welche nicht passierten tun dies (noch) nicht.

Ich empfinde eine tiefe Traurigkeit. Ich kann sie mir nicht erklären. Ich weiss nur, dass sie vorüber gehen wird. So wie Gesichter immer mehr verschwinden vor meinem inneren Auge, ich jedoch niemals frei sein werde.

7
Dez
2005

Robbie's Phrase

Wer Angst hat, hat her Vertrauen in das Böse als in das Gute


(ein weiser Satz des Robbie Williams)

30
Nov
2005

Sei schön

"....dazu habe ich mir widerwillig den Nietengürtel gekauft. Die Verkäuferin meinte, er passe so gut zu den Jeans." dieser Satz, einer Freundin, hat mich zum Nachdenken gebracht. Habe ich schon jemals widerwillig etwas gekauft? Eine Jeans? Einen Gürtel? Schuhe? Ich konnte mich nicht daran erinnern. Sicher, es gibt Fehlkäufe. Eine Hose die einen breiten Arsch macht zum Beispiel oder eine Pullifarbe die einem in tausend Jahren nicht stehen wird. Aber widerwillig? Nein.

Dennoch wiederspiegelt dieser Satz wohl unsere Gesellschaft. Lassen sich die Leute wirklich ein Modediktat aufzwängen? Oder setzt sich jeder einzelne freiwillig unter Druck? Haben die Leute keinen eigenen Geschmack mehr? Braucht es wirklich Moderedakteure, Werber und Models um uns zu sagen was schön ist? Was ist schön?

Jemand sagte mal "Beauty's like art. Always in the eye of the beholder." Ich denke das ist mit der Mode das gleiche. Schön ist was gefällt. Dennoch wird diktiert. Nietengürtel sind trendy, wer keinen hat (so wie ich) ist out. Wir tragen spitze Schuhe nur damit wir einen Monat später Mary Janes kaufen müssen weil diese nun den Vorgänger ablösen. Ein ewig rennen. Ein ewig suchen. Ein ewig finden wollen des eigenen Stils. Das dieser jedoch verloren geht, je mehr man "In" sein will und die Individualität gänzlich abhanden kommt merkt man nicht.

"Kauf mich und du wirst schön sein!"
"Du musst mich besitzen, dann wirst du von allen geliebt werden!"
"Wenn du mich nimmst, wirst du bewundert werden!"
Dinge sprechen zu uns und wir glauben wir können Glück, Bewunderung, wahre Zuneigung durch ein Ding besitzen. Doch Stil lässt sich nicht kaufen. Auch Zuneigung nicht. Dennoch läuft dieses Spiel weiter. Man kauft "widerwillig" etwas weil es in ist, nicht weil man davon überzeugt ist.

Vielleicht sollte sich jeder einmal selbst überlegen was er gerne trägt. Stil ist individuell wie der Mensch den ihn trägt. Es gibt kein richtig oder falsch. Und, man soll nicht allen gefallen wollen und müssen. Man soll sich selbst bleiben. Man soll seinen Stil finden. "In" ist wer seinen Stil hat ohne Diktat.

Und für all jene die lieber weiter dem Ideal hinterher rennen gibt es uns, die Werber.
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