28
Jan
2006

Das Programm

Ich gehe nicht gerne aus. Nein das tue ich nicht. Erstens ist es Winter. Viel zu kalt um auszugehen. Vor allem als Frau. Frau Taylor macht sich nämlich gerne schick wenn sie schon mal um die Häuser zieht. Sprich, ein nettes Oberteil das nicht unbedingt aus Wolle bestehen muss, da man ja sicherlich irgendwo noch hinein geht wo es garantiert siedend heiss ist. Temperaturmässig wohlgemerkt. Die Schuhe sind in solchen Fällen auch mit einem leichten Absatz versehen. Alles nichts für die Winterzeit wenn der Schnee so schön liegt. Man kann sichs aussuchen. Entweder erkältet man sich trotz dickem Parka oder man bricht sich ein Bein weil die Schuhe nicht Wintertauglich sind.

Also entschied ich mich auch heute für einen Abend a la casa. Hey, es ist Samstag und es wird sicherlich was tolles im TV kommen. Ich meine es gibt soviele Filme. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Da es sich hier um einen "Wetten dass..." Samstag handelt kommt ausser dieser Sendung rein gar nichts. Sorry, ein LIchtblick gibt es "The Tailor of Panama" oder zu Deutsch "Der Schneider aus Panama". Aber das ist dann auch alles an TV Highlights an diesem heiligen Samstag.

Nein es überrascht mich nicht wirklich.

27
Jan
2006

Der Freitag

Wieso ist der Freitag bei mir der absolut stressigste Tag der Woche??????

26
Jan
2006

Ein Volk von Helden

Was sind wir doch toll. Wir Schweizer. Unser Ruf eilt uns in der ganzen Welt voraus. Die beste Schokolade haben wir. Wir sind das Land der Banken. Die Schweizer haben ihren eigenen Kopf und sind eher zurückhaltend. Und nicht zu vergessen. Wir sind Helden. Ein Volk von Helden.

Was hat der "BLICK" nicht alles dafür getan, dass den bösen Kampfhundebesitzern das Leben schwer gemacht wird. Eine Petition hat er veröffentlicht für das Verbot dieser Viecher. Der Ansatz der Aktion ist ja sehr gut, doch die Umsetzung schoss wiedermal böse übers Ziel hinaus. Eine ganze Woche lang war auf der Titelseite entweder ein Kampfhund oder man konnte in grossen Lettern lesen das es uns jetzt reicht. Die Zeitung die eher dem Boulevard zugetan ist hatte Erfolg. Sie reichten ihre Petition ein, wir hier in Zürich dürfen nur noch an der Leine gassi gehen und der "BLICK" ist wiedermal ein Held für all jene welche noch an das Geschriebene glauben.

Schön, dass man sich in der Schweiz so für die MEnschen einsetzt und für die Tiere noch dazu. Endlich darf Chihuahua beruhigt gassi gehen den der böse Bello von nebenan ist jetzt nur noch an der Leine. Es ist zwar ein Labrador, aber, ist nicht auch diese Rasse ein Kampfhund? Zumindest sieht er so aus. Der ist sicher böse. Doch "BLICK" hat ja aufgeklärt und jetzt wissen wir alles Bescheid.

Schön wäre es, wenn diese Zeitung einmal etwas wirklich wirklich gutes und vor allem sinnvolles tun würde.

Momentan ist eine Petition in Umlauf welche dazu beiträgt das Pädophile Straftaten unverjährbar werden. Sind sie nämlich noch nicht in unserem schönen Land. Doch da kräht kein Hahn danach. Die "BLICK" Website hat keine Petition zum downloaden so wie damals bei den Kampfhunden. Wieso auch. Es geht ja nur um Kinder und die sind keine Bedrohung. Mein Gott aber auch!

Und so müssen wir erkennen, das die Gewichtung der Wichtigkeit hier in unserem Lande doch recht verschoben ist. Wenn ein Hund ein Kind Tod beisst steigen alle auf die Barikaden. Wenn ein Mensch ein Kind sexuell missbraucht, dann ist das halt einfach so. Keine Medien machen sich stark dafür.

Nur eine kleine Organisation irgendwo in der Schweiz hat das Thema aufgegriffen.

Also liebe Schweizer, die ihr alle Helden seit, geht auf www.marche-blanche.ch. Dort könnt ihr eine Petition downloaden und herumreichen. Es mag keine Schlagzeilen machen, aber ihr tut damit mehr als ihr wohl jemals ahnen werdet.

Ich danke euch!

24
Jan
2006

Das Eigenleben der Haare

Es gibt ein Phänomen, dass mir Rätsel aufgibt. Grosse Rätsel. Wieso findet man seine Haare absolut toll wenn man sich beim Coiffeur angemeldet hat? Ich weiss es nicht.

Da Fluch ich seit Wochen über meine Haarpracht und überlege ob ich den nun endlich das ganze Gewusel abschneiden lassen soll oder nicht und dann, wenn ich den Hörer auflege und endlich meinen Friseurtermin habe, finde ich plötzlich, dass meine Haare einfach umwerfend aussehen. Absoluter Schwachsinn oder?

Würde ich jetzt den Termin canceln und danach in den Spiegel schauen wären die sogenannten Superhaare wieder Trauerfetzen.

Also, was ist das Geheimnis? Sind Haare kleine Lebewesen die uns Verstehen und uns (Frauen) so ärgern wollen? Sie denken sich, aha, sie hat sich zum Haareschneiden angemeldet, jetzt machen wir eins auf Top und dann, wenn sie absagt werden wir wieder unsere übliche Schlaffheit an den Tag legen.

So denken Haare, da bin ich sicher. Es sind kleine Fieslinge die Frau nur an der Nase sorry, Haarspitze rumführen und sich dabei krank Lachen. Jawohl.

Aber ich mach ihnen einen Strich durch die Rechnung. Den morgen fällt die Pracht der Schere zum Opfer. Jawohl! Und dann schauen wir mal, wer mehr lacht ;-)

18
Jan
2006

Das Wunder Kind

Jeden Tag kann man es in irgendeiner Zeitung lesen. Irgendwo wurde ein Kind vernachlässigt, misshandelt, missbraucht, getötet oder einfach nur ausgesetzt. Diese schrecklichen Dinge geschehen nicht irgendwo sondern hier im modernen und sogenannt kultivierten Europa. Meistens sind es Eltern, Mütter und Väter, welche ihren Kindern Dinge antun die man sich nicht vorstellen kann.

Es mag sein, dass es nicht immer einfach ist Kinder zu haben. Sie sind anstrengend, sie können einem den letzten Nerv rauben und manchmal fühlt man sich nur noch überfordert. Dennoch ist es unsere Pflicht, diese kleinen Menschen zu führen, zu beschützen und ihnen den Weg in ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Was tun wenn man überfordert ist? Es gibt Anlaufstellen. Den Elternnotruf zum Beispiel. Die Mütterberatung. Oder einfach die gute Freundin. Es kann irgend jemand sein der zuhört.

Ich denke diese Menschen müssen zwei Dinge lernen.

1. Hilfe zu verlangen ist kein Zeichen von Versagen. Es ist kein Zeichen dafür, dass man eine schlechte Mutter/Vater ist. Sondern es ist ein Zeichen von Verantwortung, wenn man nicht mehr weiter weiss und um Hilfe bittet. Dadurch verliert niemand sein Gesicht.

2. Man sollte sich immer daran erinnern, wie es war als sein Kind geboren wurde. Wie man es empfand dazuliegen mit diesem kleinen Wesen auf dem Bauch. Hat man sich damals nicht geschworen für dieses Kind zu sterben? Alles zu tun und alles zu geben? Wollte man nicht das Beste? Und empfand man nicht die grösste Liebe die es geben kann als diese Wesen da lag? Hilflos und nur lebensfähig dank der Hilfe seiner Eltern?
Man sollte sich daran erinnern, wenn der "Bengel" einem wieder den letzten Nerv raubt oder die Wände mit bunten Filzstiften bemalt. Erinnert euch daran wie es war und was ihr wolltet. An das Gefühl. Wann ging es verloren? Und wieso?

Wir leben in einer Zeit da sind Kinder meist im Weg. Die eigenen Bedürfnisse zurückstellen wollen die wenigsten und irgendwie hat man es sich auch anders vorgestellt mit den Kleinen. Dennoch ist es die Pflicht der Eltern für ihre Kinder da zu sein immer. Ausnahmslos!

Und es sollte die Pflicht eines jeden sein hinzusehen und hinzuhören. Nicht einfach weg sehen wenn man merkt, dass da jemand Probleme hat und einfch nicht mehr weiter weiss.

Man will sich nicht einmischen, sagt ein jeder. Und dieser jeder erklärt dann entsetzt im Lokal TV dass er schon oft die Probleme der Familie wahrgenommen hatte. Meist nachdem das Unglück geschiet folgt solch ein Statement. Zu spät liebe Menschen. Zu spät. Mischt euch ein. Schaut hin. Dafür habt ihr Augen und Ohren. Zeigt Mut, Zivilcourage und ein Herz für jene die sich nicht selber helfen können: Weil sie zu klein sind. Seit Helden. Kleine Helden die etwas so grosses tun können. Hinsehen, etwas sagen, Hilfe anbieten.

Vielleicht gibt es dann weniger misshandelte, missbrauchte und getötete Kinder hier in unseren Ländern. Es gibt zuviele davon.

Kinder sind ein Wunder. Man sollte das nie vergessen.

Die Frau im Manne

Da sass er lässig auf der Bank des Trams. Die Beine in viel zu weiten Hosen welche blau-metallic schimmerten. Die obligaten Turnschuhe waren nicht gebunden und gegen die Kälte schütze ihn ein viel zu grosser schwarzer Parka mit Kapuze. Die "LA Lakers" Baseball Mütze darf ich natürlich nicht vergessen. Seine Kleidung wirkte viel zu gross für seinen eher schlaksigen Körper. Doch das trägt "Mann" wohl heute. Ihm gegenüber sass eine junge Asiatin.

"Do you speak english?" fragte er. Da ich direkt hinter ihr sass bemerkte ich ihr nicken.

"You are so beautiful, very nice." sagte er und lächelte. Ich sah dem Treiben zu und dachte, was für ein Idiot! Eine zeitlang wurde nichts mehr gesagt. Dann fing er wieder an.

"Can I have your phone number?" sie schüttelte den Kopf.
"Oh please!" sagte er und setzte den Howard Carpendale Dackelblick auf. Obwohl, ich denke er weiss nicht wer Howard Carpendale überhaupt ist.

"Nothing to write" sagte sie und irgendwie fühlte sie sich nicht wohl.
WIeder sagte keiner was. Aber der einzige der ja immer sprach war er. Ich sah ihn mir etwas genauer an. Trotz seiner Rap Aufmachung wirkte er sehr gepflegt. Seine Fingernägel waren manikürt und irgendwie war er wohl doch nicht so ein Ghettokid sondern eher eines aus dem schönen Kreis 6 oder 7.

Er zückte sein Handy. Ein Sony Ericsson mit integrierter Agenda plus Stift zur Navigation.

"Can I have your number?"
Sie sagte irgendwas, aber so leise, dass ich es nicht hören konnte. Eines musste ich ihm lassen. Trotz mehrerer Abweisungen blieb er am Ball. Der Junge gab nicht auf und das war irgendwie bewundernswert.

"May we can drink something together now?" es war 13h.
"No I have go to work" sagte sie.
"Straight?"
"Yes straight."

Das Tram hielt am HB und ich musste raus. Auch die Asiatin stand auf. Und da sah ich sie zum erstenmal von vorne. Mein lieber Tramfreund mit der LA Lakers Baseballmütze hatte nicht etwa eine Frau angemacht sondern einen Mann! Einen Transvestiten. Ich denke, er wird es wohl nie erfahren.
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