1
Apr
2006

Tommy, Giorgio und der Rest

Es war einer dieser herrlichen Tage, die man am besten draussen verbrachte. Am besten mit einem Spaziergang. Und am besten in der City. Also waren wir heute schon um zehn Uhr in der City und schlenderten gemütlich die legendäre und leicht dekadente Bahnhofstrasse entlang. Wir uns viele andere. Und da viel es mir wiedermal auf. Wieviele Menschen es hier hatte welche Kleider trugen die einen Namen haben. Natürlich hat auch meine Kleidung einen Namen H&M, edc oder Puma. Aber ich spreche nicht von dieser Art Namen. Sondern von richtigen. Kleider die man beim Namen rufen kann, weil sie einen Vor- und Nachnamen besitzen.

Wieso legen Menschen soviel Wert darauf, solche Kleidung zu tragen? Macht es sie auf irgendeine Art, die mir nicht klar ist, spezieller? Oder ist es wie eine Schuluniform die einem sagen soll, ich gehöre irgendwo dazu?

Sehen wir sie dan, sehen diese Menschen alle gleich aus. Glatt, schön gefönt und irgendwie bedauernswert weil sie sich selbst zu Sklaven einer Industrie machen der sie nicht angehören wollen. Sie möchten individuell sein. Ich trage Giorgio! Der rechts und links auch. Da hat es der No Name Träger etwas leichter. Das Individuelle sticht hier mehr hervor.

Doch eines ist gewiss. Kleidung mit Namen ist schön. Schön für Menschen welche einsam sind. Es ist frustrierend nach einem langen Arbeitstag nach Hause zu kommen. Niemand erwartet einen in der schicken Wohnung mit den tollen teuren Möbeln die alle schön drapiert darin stehen. Irgendwie unebenutzt und irgendwie leer. An solchen Tagen kommt man heim, öffnet die Tür und sagt laut "Hallo Giorgio! Ich bin zu Hause." Doch die Antwort wird das schöne T-Shirt wohl nicht geben können. Giorgio Armani ist doch eher ein schweigsamer Typ ;-)

31
Mrz
2006

Der Wunsch und der Tod

Kann man sich Wünsche tot träumen?

Mann kann.

So sehr, dass man von seinem eigenen Traum gelangweilt wird im Schlaf. Isn't that weired?

30
Mrz
2006

Das Treffen

...muss verschoben werden.

Heute wäre ja dieser denkwürdige Tag gewesen, an dem ich mein ehemaliges fast Schulgspusi getroffen hätte. Ein monumentaler Tag sozusagen. Doch arbeitsumstände erlauben mir es nicht, heute bei Zeiten die Agentur zu verlassen. Also musste das ganze um eine Woche verschoben werden.

Da jedoch heute wiedermal typisches Razierklingenwetter ist, bin ich nicht gross traurig darüber. Solch ein Treffen sollte bei Sonnenschein stattfinden. Finde ich zumindest. Und nicht bei trübem regnerischen Sauwetter.

Also warten wir eine weitere Woche ab und hoffen das der Frühling dann endlich sein strahlendes Gesicht zeigt und sein Schuhgeschmack besser geworden ist.

27
Mrz
2006

Der Donnerstag

Eigentlich sollte diese Seite eine Seite werden für Gedankengänge und desgleichen. Aber kein Tagebuch im herkömmlichen Sinne. Doch die Umstände zwingen mich quasi hier so etwas wie eine Telenovela (nicht zuverwechseln mit Soap Opera, was im Prinzip das gleiche ist, aber anders halt) zu eröffnen.

Mein ehemaliges fast Schulgspusi und ich werden uns an diesem Donnerstag treffen. Wohlgemerkt, ein denkwürdiger Tag. Den es sind gut und gerne zwanzig Jahre her. Er hat keine Ahnung wie ich heute aussehe und mir geht es ebenso.

Die ganze Situation hat etwas von Harry Vejinvoords TV Show welche einst als Strassenfeger bei den Hausfrauen galt. "Welches Tor wollen sie!" Man erhoft sich was gutes und dahinter kommt die wahre Ernüchterung :-)

Ich erwarte, dass er sich gut gehalten hat. Ich nehme mal stark an, dass er der Klassiker geworden ist. Frau, Kind, Hund plus Häuschen.

Ich darf also gespannt auf den Donnerstag sein. Ich nehme auf jedenfall Tor 3.

24
Mrz
2006

Die Jahre

Seit nun mehr drei Tagen habe ich Kontakt zu meinem ehemaligen Schulkollegen. Mein fast Gspusi von damals. Es ist komisch nach so langer Zeit mit jemandem in Kontakt zu treten den man gut und gerne 20 Jahre nicht gesehen hat. Noch komischer ist es, dass ich mich nun in einem Alter bewege wo man von 20-Jahre-nicht-gesehen sprechen kann.

Einst zog ich weg von dort wo ich zur Schule ging, doch seien wir ehrlich, das was wir zurück lassen, seien es Menschen oder Erinnerungen, holt einem irgendwann ein. Man wird eingesogen. Erinnerungen kommen durch gerüche, einen Lichtreflex oder einen Ort zurück und man wird zurück gespickt in eine Zeit in der man sich wünschte man würde schon erwachsen sein.

Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit in der viel passiert und man dennoch irgendwie derselbe Mensch bleibt. Man wird geprägt durch Erfahrungen, Reisen, Menschen etc. Doch innerlich bleibt man wer man immer war. Es ist spannend Menschen von damals wieder zu treffen. Einige sehen noch genau gleich aus wie damals, andere haben sich äusserlich sehr stark verändert. Doch sie alle sind liebenswerte Zeitgenossen geblieben. Zumindest die, mit welchen ich in Kontakt bin.
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