4
Jun
2006

Der hässliche Mann

Im Moment herrscht bei uns die totale Anarchie. Die wilden Kerle rebellieren und halten allen Argumenten mit einem Kindergrinsen entgegen. Und da der Gatte und ich, entgegen aller Supernanny Ratschläge, konsequent inkonsequent sind ziehen wir meist die Arschkarte.

Doch nicht heute. Heute hatte der Gatte das Wort. Heute zeigte er den wilden Kerlen mal wo's lang geht und wer hier das sagen hat. Natürlich ist klar, dass es die wilden Kerle sind, doch die Taktik der grossen Autorität war gut. Ich hielt mich für einmal ruhig im Hintergrund und sah dem Treiben zu.
Der Gatte setzte die Regeln fest. Gespielt wird nur im Kinderzimmer. Die wilden Kerle befolgten diese Regel und man hörte durch die geschlossene Tür lachen, spielen und anscheinend flogen sie zum Mond.

Auf einmal ging die Türe auf. Der grosse Stand im Rahmen sah den Gatten an und sagte mit hörbarem Entsetzen: "Oh nein, da ist der hässliche Mann" und schloss die Tür wieder.

Ich muss hier nicht erwähnen dass ich vor lachen fast in die Hose gemacht habe...

2
Jun
2006

Der kleine wilde Kerl

In ein paar Tagen wird der kleinere der wilden Kerle seinen Geburtstag feiern und ich musste heute wiedermal sagen, dass ich da einen ganz tollen Kerl grossziehen darf. Steht hin und geigt den grösseren seine Meinung mit einem Wortschatz der sich auf sehr wenig beschränkt. Aber jeder vestehts. Jaja...es ist schön wenn sie grösser werden und es ist traurig zugleich. Den man lässt sie immer ein Stückchen mehr los. Gewinnt dadurch ein wenig mehr Freiheit für sich aber muss die Freiheit des Kleinen auch respektieren. Es ist nicht immer leicht loszulassen. Für mich sowieso nicht.

Aber wie sagt der Gatte immer so schön; So lange sie Pijamas mit Füsschen dran tragen sind sie Babys. Deswegen wird er die Dinger tragen bis er bei uns auszieht ;-)

Der Peter

Meine ersten Schritte in der Werbung machte ich in einer grossen Agentur. Es gefiel mich gar nicht. Meine Chefin war eine dumme Kuh und hatte ständig Schiss das irgend jemand an ihrem Stuhl sägen könnte. Dementsprechend benahm sie sich. Etwas Mobbing hier, ein paar miese Touren dort und das Leben war ok für sie. Eines Tages rutschte sie in der Badewanne aus und hatte für Monate Rückenprobleme. Normalerweise bin ich kein schadenfreudiger Mensch, aber ihr gönnte ich den Ausrutscher aufs gröbste und genoss die Zeit welche die Agentur ohne sie verbringen durfte.

Das einzig coole in dieser Agentur war mein Arbeitskollege. Der Peter. Der Peter war ein ganz eigener. Ein wenig schrullig, irgendwie alternativ und dennoch in der Punk Ecke zu suchen. Von Frauen hatte er keine Ahnung und von Stil noch weniger. Er trug seine Haare lang, hatte so eine John Lennon Brille und war ein ganz netter. An einem Geschäftsanlass band er sich seine Haare mit einer (sauberen) Unterhose zu einem Pferdeschwanz, da er keinen Haargummi hatte und meine Haare damals raspelkurz waren. Seiner damaligen Freundin schenkte er zu Weihnachten einen Luftbefeuchter, da ihm die Luft in ihrer Wohnung zu trocken war. Er verstand nie wirklich wieso die Dame einige Zeit später die Beziehung ins Jenseits schoss. Mir tat er irgendwie leid, den ich mochte ihn.

Meine Wenigkeit zog damals aus der Agentur weiter in eine andere die etwas besser war. Und so verlor man sich aus den Augen. Nun habe ich den Peter wieder gefunden. Auf dem Web, per Zufall. Weil ich auf einer Seite mit Werbefuzis die beste Freundin meiner damaligen Chefin fand und auf deren Agenturwebsite surfte. Und wer arbeitet dort wer? Der Peter.
Nein, ich habe ihm keine Mail geschrieben wie's ihm den so gehe. Ich nehme an gut. Und ich denke, die Luftbefeuchtersache hat ihn auch irgendwie weiter gebracht.

Der Partnertausch

Die WM ist eine leidige Sache. Nicht nur für uns Frauen. Auch für die lieben Männer, sofern diese nicht gerne Fussball schauen. So geht es auch dem Gatten. Während ich ihm erkläre, was da für Emotionen auf uns zu kommen, sollte die Schweiz denn ab und an gewinnen, zieht er nur unverständlich die Augenbraue hoch (die linke!).
Er ahnt wohl was ab dem 9. Juni auf ihn zukommen wird hier in unserem Heim.

Vier Stockwerke über uns werden sich wohl ähnliche Szenen abspielen. Den während der Nachbar einen zweiten Fernseher kaufte (ein schickes Teil für an die Wand und der Gatte durfte das Teil aufhängen da der Nachbar zu schwach für das Spiel Bohrer against the wall war) damit's keinen Knatsch mit der Gattin gibt, sieht seine Frau den WM-Wochen mit Frust entgegen.

Der Gatte machte daher dem Nachbarn einen gar nicht so dummen Vorschlag. Er schlug ihm vor an gewissen Abenden die Frauen auszuwechseln. Sprich ich geh vier Stockwerke hoch, bringe Bier und wir schauen uns ein Spiel an und seine Frau darf im Gegenzug dem gejohle und geschimpfe entgehen indem sie mit meinem holden Gatten auf dem Balkon ein Glas Wein trinken kann. Soviel mir überliefert wurde fand der Nachbar die Idee auch lustig. Was seine Frau dazu meint ist nicht bekannt ;-)

1
Jun
2006

Des Wahnsinns fette Beute

Meine Wenigkeit ist ja schon seit geraumer Zeit in der selben Agentur als Freelancer tätig. Nun neigt sich meine Superzeit dort dem Ende zu. Ende Juni ziehe ich von danen. Man fand jemanden festes für die Stelle und ich werde noch drei Wöchelchen 60% Ferienvertretung machen.

Heute erfuhr ich dann, wer den nun der neue ist. Ja, man fand einen Mann. Und als ich erfuhr wie er heute in die Agentur einfuhr wusste ich, da kommen drei lustige Wochen auf mich zu. Wohlgemerkt, auf mich, nicht auf ihn. Den ich werde das Büro mit einem Louis Vuitton Laptoptaschen Träger teilen.

Ich hoffe Burschi hat Witz und ein wenig Humor, denn er um mich herum wahrlich braucht. Den ein Tag ohne dumme Sprüche ist wahrlich ein verlorener in so einer Agentur. Also harre ich der Dinge die da kommen. Und freue mich auf Burschi. Ob er wohl ahnt, dass der Wahnsinn bald bei ihm Einzug hält?

Der Banana-Moccha

Ein Banana-Moccha Frapuccino von Starbucks ist was feines. Er ist zwar sauteuer, aber sein Geld wirklich wert. Also gönnte sich Frau Talyor heute nach einem halben Nachmittag "Kidstown" für die Heimfahrt einen Tall Banana-Moccha Frapuccino. Satte CHF 6.80 blätterte ich hin und durfte dafür in das doofe Grinsen der Barista schauen. Man ist ja aus Prinzip per "Du" in dem Laden und die Menschen welche dort ihrer wichtigen Arbeit nachgehen sind immer so freundlich als hätten sie sich gerade in der Pause eine schöne Linie Koks durchs Näschen gezogen.

Nun denn, ich war happy als ich den Banana-Moccha hatte und den Laden verlassen konnte. Da wir per Auto unterwegs waren und schön gross im Parkverbot standen beeilte ich mich. Wir fuhren los und die wilden Kerle fanden das Getränk welches da im Getränkehalter vorne stand mehr als interessant. Nach zwei Minuten war ihnen jedoch klar; Dies ist Mama Zone und Mama Getränk. Man schwieg und hatte akzeptiert.

Ich fuhr dann gekonnt das Lenkrad in der einen und den Becher in der anderen Hand Richtung Autobahn. Vor dem Rotlicht konnte ich es mir nicht verkneiffen und versuchte ein wenig Sahne aus dem Becher mittels Strohhalm zu fischen und das Gesöff tropfte prompt auf meinen Mantel. Toll. Der zweite Versuch traf meine Jeans und ich gab auf. Um Kurven und an der Polizei vorbei fuhr ich dann mit Strohhalm im Mund und dreckigen Klamotten.
Jedoch, es war jeder Fleck wert ;-)

Der Sommer

Heute ist der meteorologische Sommeranfang.

Man merkts......

31
Mai
2006

The L Word

Weil ich ja ein Medien Addict bin und immer gleich alles sehen muss was da so hochgepriesen wird, sah ich mir gestern die erste Folge der neuen "Superserie" "The L Word" auf ProSieben an.
Und ich musste sagen, L steht hier eindeutig für Langeweile.

Es mag ja sein, dass man die Amis mit einer Serie über Lesben, knutschenden Frauen und angedeutetem Sex noch schocken kann auf diesem Planeten. Allerdings bezweifle ich dass dies in Europa der Fall sein wird. Oder liegt es an mir? Ist meine Grenze des Fremdschämens dermassen hoch geworden?

Da lob ich mir die Zeiten von SATC wo Carrie & Co well dressed und nicht auf den Mund gefallen uns jeden Dienstag Abend versüssten. Und da freu ich mich auf die Desperate Housewives welche mir meine Woche ab Herbst wieder retten.

The L Word lasse ich L Word sein. Denn um zu erröten braucht es etwas mehr als Lesben Szenen. Und wer dennoch etwas peinlich berührt sein sollte hat noch nie einen guten Porno gesehen. ;-)

30
Mai
2006

Das Neuland

Nächstens wird es hier auf diesem meinem Blog eine neue Rubrik geben. Die Rubrik "Plastikfood".

Der Download des Tages

Weil er was über die Pet Shop Boys schrieb, kam mir in den Sinn, wenn ich eigentlich schon lange im heiligen Archiv meines iPod's neben Grössen wie, den Leningrad Cowboys, Robbie Williams *kreisch*, Nina Simon und Diana Krall verewigen will; Rick Astley: Jawohl, der Rick Astley. Mr. Uncool aus den 80ern. Ich fand der hatte irgendwie was und die Musik war ja auch nicht schlecht. Also forschte ich heute mal dort wo man eigentlich nicht mehr forschen dürfte weil sonst irgendwann die Männer mit den schwarzen Sonnenbrillen vor der Türe stehen, und siehe da, sogar hier gibt es Herrn Astley noch und nöcher zum downloaden. Schön...sehr schön.....;-)
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