28
Sep
2006

Der Brief

Es ist lange her, dass ich Briefe schrieb. Zu sagen gab es viel doch füllten die Worte die Seiten nie so ganz. Man besorgte sich schönes Papier, versuchte schön zu schreiben und erzählte dann so einiges. Meist ging es harzig von der Feder und irgendwie entstand nie ein Dialog wie es bei Briefwechseln doch sein sollte.
Irgendwann schrieb ich keine mehr. Ich hatte immer noch viel zu sagen, doch nicht per Papier.

Heute stehe ich wieder in Briefkontakt. Diesmal per Email. Und auf einmal geht das Schreiben leicht. Es geht schnell und die Worte fliessen wie ein wilder Bach. Es entstehen Dialoge. Es ist alltägliches das man mitteilt, teilt und manchmal abgibt damits ein wenig leichter wird. Die Menschen denen ich schreibe kann man an einer Hand abzählen. Ich steh nicht so auf Quantität, mehr auf Qualität. Ich korrespondiere mit drei Frauen und einem Mann. Eine dieser Personen habe ich noch nie gesehen und der Rest sind gute Freunde von mir. Aber jeder hat etwas zu erzählen. Und die Menschen können sagen, Emails und Internet sind unpersönliche Korrespondenzmittel, aber hinter jeder Zeile, hinter jedem Wort steht ein Mensch der sie eintippt. Und damit wird es für mich persönlich. Das ein Brief mehr Stil hat ist klar, aber heute zählt die Zeit. Man redet schriftlich sozusagen. Auf eine Weise die wir vor ein paar Jahren noch nicht kannte.
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