23
Sep
2006

Say my name

Der Herbst beginnt.
Und es ist Zeit für eine Veränderung.
Deshalb hat dieses Weblog einen neuen Namen.

Ich bin schön!

Jedes Jahr, zur Frühlingszeit schmücken sich diverse Blätter welche unter der Rubrik "Frauenzeitschrift" oder "Modezeitschrift" laufen mit Titeln wie "In 7 Tagen zur Traumfigur", "Die Bikini-Diät" oder "Last Minute Stranddiät".

Und jedes Jahr zur Frühlingszeit kaufen wir diesen Schund und glauben den werten Herrschaften, dass auch wir, wenn die Badesaision in Gang kommt, am Strand oder in der Badi umherlaufen als wären wir eine zweite Gisèle (Bündchen), Naomi (Campbell) oder Claudia (Schiffer). Wir quälen uns durch Ananasdiäten, kriegen einen Heulkrampf in der Umkleide weil wir im Trendbikini der eigentlich nur Hüftlosen Teenies steht, sowas von scheisse aussehen und würden uns am liebsten mit der Burka vom zehn Meter Brett stürzen, denn wir ahnen, dass wir unter all diesen Topfrauen welche sich am Strand tummeln aussehen werden wie Heidi von der Alp.

Dann sind sie da, die Strandferien. Pfunde hat man natürlich keine verloren und man fühlt sich immer noch wie ein Wal selbst wenn man Grösse 36/38 trägt.Doch, oh Wunder. Nicht etwa die superschlanken Mädels tummeln sich da am Strand, sondern normalos wie du und ich. Mit kleineren und grösseren Problemzonen. Und auf einmal ist es da, dieses Lächeln. Dieses "hey-eigentlich-seh-ich-gar-nicht-so-schlecht-aus" Lächeln.

Also Mädels, lasst euch nicht so unter Druck setzen von Zeitschriften.Denn eins dürft ihr mir glauben; auch Models sehen in natura nicht so aus wie in den Hochglanzmagazinen...bitter ich weiss aber wahr ;-)

Die Liebe an einem Freitag

Ich bin zurück. Und gegensätzlich der gern gehegten Tradition habe ich keine Souvenirs mitgebracht. Nur Bilder. Bilder in meinem Kopf. Musik die ich hörte. Und Gerüche. Die Luft hier ist anders als dort am Meer. Man merkt es erst wenn man wieder im Lande ist. Man fühlt sich zuerst ein wenig fremd wenn man den heimatlichen Zoll überquert und sieht alles mit ein wenig anderen Augen. Die Wiesen sind grüner, die Berge höher und die eigene Wohnung ein riesen grosser Palast.

Ich tat nicht viel in diesen zwei Wochen. Ich war einfach. Ich genoss das Meer. Wasser ist das Element ohne welches ich nie sein könnte. Nie könnte ich an einem Ort leben, an welchem es keinen See gibt. Mir würde das Gewässer so fehlen. Ich wäre nicht glücklich. Nun hatte ich zwei Wochen ein Blau von mir das weiter nicht sein konnte. Ich tat nicht viel in dieser Zeit. Doch ich verlor mein Herz. An einem Freitag Nachmittag begegnete ich dem Gefühl. Es kam leise, unbemerkt und war auf einmal da, als ich dort war. Ich dachte immer, es gäbe für mich keinen schöneren Ort als jener auf der nebligen Insel. Doch ich irrte. Ich sah den Ort welcher mich genauso faszinierte. Eine Stadt, so alt wie ihre Geschichten und Gemäuer. Ihre engen Gasser welche gesäumt waren von alten Steinhäusern in welchen nun noble Geschäfte beherbergt sind, gab mir Schatten. Die Strassenlämpchen waren mit buntem Muranoglas geschmückt und es gab kleine, feine Geschäfte wo die Tradition der Nonna noch gehuldigt wurde und ihre geheimsten Rezepte abgepackt in kleine schmucke Gläschen zu erwerben waren. Es war himmlisch. Es war alt und es war das romantischste was ich je sah.

Würde man mich aus Leidenschaft entführen, dann sollte es hierher sein. Den es gibt nichts was schöner ist, wo man der Geschichte der Stadt besser lauschen kann und sich kulturell von morgens bis abends beschäftigen kann. Es gibt auch nirgends so schöne teure Schuhe. Ok, vielleicht im fernen Mailand. Aber hier war alles eine Prise kleiner, charmanter.

Ich endeckte meine Liebe zu Siena an einem Freitag. Der Stadt zwischen den Hügeln der Toscana.Sie ist eine Reise wert. Immer.
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Zuletzt aktualisiert: 12. Apr, 15:33

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